Zuerst einmal: Herzlichen Dank für die Teilnahme an der Befragung anlässlich meiner Diplomarbeit zum Thema “Erfolgskriterien in der Optimierung für Suchmaschinen”.
Die Befragung lief über 3 Wochen vom 1. Februar 2007 bis 22. Februar 2007. Insgesamt begannen 216 Personen den Fragebogen auszufüllen, jedoch war die Neugierde wohl größer als das Interesse ihn voll auszufüllen. So kamen 88 Datensätze in die Fragebogen-Auswertung und ich möchte Euch jetzt kurz das 1. Fazit vorstellen (eine Zweite Auswertung im Detail, wie z.B. wie unterscheidet sich das Optimierungsverhalten von Personen die schon länger im Geschäft sind zu jenem Optimierungsverhalten von Newbies, etc.).
Mein erstes und wohl wichtigstes Fazit: SEO-Frauen - wo seid ihr?
Denn von den 88 Ergebnissen, kamen nur 3 Ergebnisse von Frauen. 85 von den Männern.
Die meisten Teilnehmer kamen aus Deutschland, gefolgt von Österreich:

Die meisten üben SEO nicht als ihre Hauptätigkeit aus, 40 von 88 sind hauptberuflich SEOs:

Wie wir alle wissen, sind SEOs zumeist auch jung - wenn auch keine sehr Jungen dabei waren:

Schön ist es, dass knapp 58% der Teilnehmer bereits über eine zumindest 3jährige Erfahrung im Bereich Suchmaschinen-Optimierung besitzen, damit ist sichergestellt, dass die gegebenen Antworten eine hohe Relevanz haben.

Bei den meisten Fragen wurde zum einen gefragt, ob der Einfluss (des Titels, Meta-Keywords, …) hoch oder niedrig ist, bzw. wie hoch der jeweilige Aufwand ist. Ziel ist es damit rauszufinden, welche Vorkehrungen bei der Suchmaschinen-Optimierung getroffen werden sollen unter einem vertretbaren Aufwand. Jene Einflussfaktoren die sich “besser” aufs Ranking in den SERPs auswirken und einen relativen geringen Aufwand mit sich bringen, sollen demnach an oberster Stelle der Prioritätenliste stehen.
So, jetzt aber zu den Aussagen, davor noch die zwei wichtigsten Spielregeln:
Beim Einfluss gilt: je niedriger der Mittelwert, desto besser (1=Sehr wichtig | 5=Unbedeutend/Kein Einfluss)Beim Aufwand genau umgekehrt: je höher der Mittelwert, desto einfacher ist es diese Optimierung durchzuführen. (1=Sehr hoher Aufwand | 5=Sehr niedriger Aufwand)
Resumée: Der rote Balken soll so klein wie möglich sein, der blaue (mit weißen Punkten) soll so lange wie möglich sein!
Anfrageabhängige Kriterien - On-the-Page Faktoren
Die Top 5 der anfrageabhängigen Kriterien sind (geordnet nach Einfluss):
TitelInterne Verlinkung bzw. Linktext
Überschriften
Klare Struktur
Sprechende URLs
Speziell der Titel und Überschriften bringen relativ wenig Aufwand mit sich und besitzen einen hohen Einfluss auf das Ranking in den SERPs. Speziell beim Titel war die Standardabweichung der Stichprobe bzw. die Varianz sehr niedrig (Standardabweichung: 0,773 und Varianz: 0,597)
Anfrageunabhängige Kriterien - Off-the-Page Faktoren
Der PR als das Non-Plus Ultra ist tot - zumindest aus der Sicht der Befragten. Diese sehen mit einem ø Wert von 3,13 den PR als jene Faktor, den man am ehesten vernachlässigen kann. An oberster Stelle steht hier:
LinktextDas Alter des Links
und anschließend sofort der Text welcher um den Link steht (Themenrelevanz)
Generell ist der Aufwand der anfrageunabhängigen Kriterien meist sehr viel aufwendiger, laut den Befragten Personen. Interessant ist auch die Aussage, dass das viel und gern zitierte “Bad Neighborhood” von vielen SEOs nicht als die wirklich gefährliche Größe gesehen wird.
SEO Tools
Vernichtende Aussagen bei den SEO-Tools. Anscheinend verwendet kein vernünftiger Suchmaschinen-Optimierer diese Tools, denn schon auf die Frage “Was halten Sie generell von Tools zur automatischen Anmeldung bei Katalogen und Suchmaschinen?” gab es folgendes Ergebnis:
54 Personen: KEINE Verwendung22 Personen: Unwichtig
4 Personen: Mittlere Bedeutung
1 Person: Wichtig
1 Person: Sehr wichtig
Obwohl der typische SEO überzeugt ist, dass diese Tools den Arbeitsaufwand durch die Automatisierung senken, ist er gegenüber diesen SEO-Tools sehr skeptisch und verwendet diese kaum. Einzig Tools zur Unterstützung bei der Keyword Recherche werden des öfteren verwendet.
In den Charts steht jeweils eine Nummer nach dem Kriterium. Diese Nummer spiegelt die Fragenummer wider. Wer sich die genaue Frage mit den dazugehörigen Antwortmöglichkeiten ansehen möchte, der kann sich den
Fragebogen im PDF-Format nochmals ansehen.
Dies war der erste Teil der Auswertung des Fragebogens. Ein Zweiter wird noch folgen (ca. 14 Tage). Für Fragen zu den Ergebnissen stehe ich gerne zur Verfügung - ich denke es ist am besten, wenn die Frage als Kommentar gestellt wird (wäre mir auch persönlich am liebsten).
Zum Schluss bedanke ich mich nochmals recht herzlich für die zahlreiche Teilnahme bei der Befragung - und hoffe auch größeren weiblichen Zuspruch in Sachen SEO! Ein besonderes Dankeschön an all jene Quellen die Werbung für die Diplomarbeit machten.

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Gute Auswertung, da hat sich das Mitmachen ja gelohnt.
Bin gespannt auf die detaillierte Auswertung und bin natürlich auch dafür, daß es mehr Mädels schaffen, sich erfolgreich ins SEO-Thema einzuarbeiten
Boah, gar nicht gesehen, da noch niemand mit Link hier kommentiert hatte - Du hast ja noch das grenzwertig sinnlose Nofollow Attribut hier drin - schade
Folge doch mal dem Link unter meinem Namen - vielleicht hilfts ja
Und ca. 80% der Blogger erwarten von einem Trackback, dass ihre Seite in dem trackbackenden Beitrag verlinkt wurde. Vor allem weil man Trackbacks ohne Nofollow zulässt, naja ich hab es jedenfalls jetzt reingebaut. (Dafür funktioniert der Link jetzt sogar
freut mich aufjedenfall das du die ergebnisse auch hier veröffentlichst. ist ganz spannend zu lesen, wenn auch die ergebnisse so sind wie ich’s erwartet habe. freu mich auf den zweiten teil.